Hlade, Josef L.

Auf Kur und Diät mit Wagner, Kapp und Nietzsche


Wasserdoktoren, Vegetarier und das kulturelle Leben im 19. Jahrhundert: Von der Naturheilkunde zur Lebensreform



24,90 EUR
(Preis inkl. MwSt.)
Merkzettel
sofort verfügbar sofort verfügbar
X

Es war Mitte September 1851, als Wagner die erste von seinen zahl­reichen ‚Kaltwasser-Kuren´ antrat. Von da an war er begeisterter ‚Wasserfreund´, der täglich verschiedene Wasseranwendungen praktizierte und auch auf eine strenge Diät achtete. Wasserfreund blieb er sein Leben lang.
Als Wagner seine Ideen für eine mögliche Regeneration präsentier­te, zeigte er sich schließlich auch als Anhänger des Vegetarismus, der sich in Deutschland aus der Wasserkur heraus entwickelte.
Es ist anzunehmen, dass Wagner sich bei dieser Idee zur Erneue­rung an Konzepten der Lebensreform orientierte, in deren Zent­rum Wasserheilkunde und Vegetarismus standen. Es kann sogar behauptet werden, dass Wagners sogenannte ‚Kunstreligion´ in ungeahnter Weise von naturheilkundlichen bzw. vegetarischen Ideen beeinflusst wurde. In diesem Sinne verglich bereits Friedrich Nietzsche das Erlösungskonzept der Lebensreformer mit dem von Wagner.

348 Seiten, Paperback. 2015
ISBN 978-3-8382-0809-1


Dokumente:

Inhaltsverzeichnis (196.15 KB):