Malek, Martin, Schor-Tschudnowskaja, Anna (Hrsg.)

Europa im Tschetschenienkrieg


Zwischen politischer Ohnmacht und Gleichgültigkeit



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SPPS 84

Das vorliegende Buch befasst sich mit unterschiedlichen Facetten des europäischen politischen Denkens und Handelns, indem es diese quasi einer Tschetschenien-Prüfung" unterzieht. Am Beispiel der Reaktionen auf den Krieg in der kleinen nordkaukasischen Republik wird die Fähigkeit der Europäer hinterfragt, ihr politisches und geistiges Wertefundament zu vertreten, zu verteidigen und durchzusetzen. Damit konzentriert sich die analytische Aufmerksamkeit nicht auf das Geschehen in Russland bzw. Tschetschenien selbst, sondern darauf, wie dieses in Europa wahrgenommen, reflektiert und gedeutet wird. Die hier versammelten Autorinnen und Autoren kommen aus den Bereichen Wissenschaft, Journalismus, Diplomatie und Menschenrechtsarbeit. Das von ihnen untersuchte Grundproblem lässt sich in folgende Frage fassen: "Wie ist es möglich, dass trotz der massiven Menschenrechtsverstöße in Tschetschenien und der im Prinzip ausreichenden Informationen darüber jenes 'Europa' passiv bleibt, das sich ständig auf die Menschenrechte als eine seiner geistigen und politischen Grundlagen beruft?" (S. Reinke).

528 Seiten. Paperback. 2008
ISBN 978-3-89821-676-0
ISSN 1614-3515




Stimmen zum Buch:

„[D]er Sammelband [ist] zu weiten Teilen ein durchaus politisches Buch und ein facetten- und kenntnisreicher Aufruf gegen Ignoranz und Gleichgültigkeit. Nicht zuletzt die immer wiederkehrenden Meldungen über Verbrechen an tschetschenischen Menschenrechtsaktivisten verdeutlichen auf erschreckende Weise, wie notwendig ein solches Buch gerade in einer Zeit ist, da die Opfer des Krieges nach seinem 'offiziellen Ende' mehr denn je in Gefahr sind, in Vergessenheit zu geraten.“
Osteuropa, 11/2011

"Mit dem Band 'Europa im Tschetschenienkrieg' liegt eine Sammlung von Aufsätzen vor, welche die Politik des Wegschauens in Europa in Bezug auf die Tschetschenienkriege umfangreich, material- und kenntnisreich dokumentiert. Damit wird eine wichtige Forschungslücke geschlossen, die den Leser zugleich herausfordert, sich eine Frage zu stellen, welche der Band immer wieder aufs Neue aufwirft: Wie kann es sein, dass Europa ein solches Leid, solch massive Verstöße gegen geltendes Völkerrecht und gegen die Menschenrechte ignoriert?"

Nils Vollert, Zeitschrift für Genozidforschung (12.Jg., 1/2011)



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